Geoinformatik in der Geographie

Während unseres Geographiestudiums sagte einmal einer unserer Dozenten, dass das einzige, was jemand überhaupt von einem Geograph erwartet, die Fähigkeit sei, eine Karte zu erstellen. Auch wenn dies natürlich der Wissenschaft der Geographie genauso wenig gerecht wird wie die Aussage, dass Informatik die Programmierung von Software sei, unterstreicht es doch die Bedeutung von Rauminformationen – oder besser gesagt deren abstrakte Darstellung – für die Geographie. Wie vielfältig und umfassend diese abstrakte Darstellung ist, zeigt sich schon alleine an der Tag-Cloud zum Begriff Geoinformatics der englischen Wikipedia.

Tag-Cloud des Wikipedia-Artikels zu Geoinformatics (erstellt mit http://www.wordle.net)

Tag-Cloud des englischen Wikipedia-Artikels zum Stichwort Geoinformatics (http://en.wikipedia.org/wiki/Geoinformatics, 14.04.2012, erstellt mit http://www.wordle.net)

Aber nicht nur für die Geographie als Wissenschaft sind Rauminformationen von Bedeutung. In Deutschland dürfte es kaum einen Studierenden geben, der noch nie einen Online-Dienst, der Rauminformationen speichert genutzt hat (und sei es nur die Verortung der IP-Adresse, mit der man auf diesen Dienst zugegriffen hat). Egal ob man über den Klimawandel forscht, einen einen Karton Bio-Eier im Supermarkt kauft oder bei einer Drogeriekette für die Standortplanung zuständig ist – Raum- oder genauer gesagt Raum-Zeit-Informationen sind immer mit von der Partie.

Die Geographie versucht seit jeher mit Hilfe effizienter Methoden und Techniken der Erdbeschreibung, raum-zeitliche Prozesse zu beschreiben, zu analysieren oder zu modellieren. Die traditionell verwendeten Kommunikationstechniken, nämlich Karten und raum-zeitlich verortete Beschreibungen, werden dabei zunehmend von einer Vielfalt an medialen Informationsmitteln ergänzt bzw. ersetzt.

Die Module auf dieser Seite versuchen einen Einstieg in diesen komplexen und dynamischen Bereich der Geographie zu bieten.

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